Problemhunde

Aggression ist eine natürliche Verhaltensweise, die jeder Hund in sich hat, nur ob sie ausgelebt wird ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

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Ich biete ein speziell abgestimmtes Einzeltraining für verhaltensauffällige Hunde an.
 

Aggression ist eine natürliche Verhaltensweise, die jeder Hund in sich hat.

Nur ob sie ausgelassen wird, ist von verschiedenen äußeren und inneren Faktoren abhängig.
Aggression wird gezeigt, um sich oder Ressourcen zu verteidigen, um sich und andere Rudelmitglieder und den Nachwuchs zu schützen, zur Verteidigung des Lebensraums und Reviers, zur Beschützung der inneren und äußerlichen Ordnung, zur Klärung der Rangstellung im Rudel beim Spiel und im Ernstfall.
Beim Beuteverhalten - wie beim Ausfindig machen, Jagen, Beute erlegen und Fressen.

Vor was haben Hunde Angst? 

Was für einen Hund beängstigend wirkt, muss nicht rational begründbar sein, sondern ergibt sich durch seine Erfahrungen beziehungsweise sehr oft aus fehlenden Erfahrungen. Hunde haben oft Angst vor harmlosen Objekten. Hunde, die gegenüber Fremden aggressiv reagieren und ihr Revier verteidigen, sind meist nur ängstlich gegenüber fremden Menschen, weil sie nicht gut sozialisiert wurden, oder ihnen die Sicherheit durch konsequente Führung fehlt.

Reizschwellen individuell


Durch Zucht, Sozialisation und verschiedenste Erlebnisse ist die Reizschwelle jedes Hundes anders.
Während der eine Hund bereits beim Anblick eines anderen Hundes beginnt zu knurren und zu bellen, wird ein anderer nur Aggression zeigen, wenn der fremde Hund aktiv wird.

Irgendwann jedoch ist jeder Hund bereit sich zu verteidigen, denn sonst wäre er nicht überlebensfähig.


Grundsätzlich wird jeder Hund unter bestimmten Umständen irgendwann Aggression zeigen.
Verteidigt sich ein Hund nicht und zeigt keine Aggression, wäre dies eine echte Verhaltensstörung.


Durch Krankheit bedingte Aggression ist extrem selten, sollte aber eventuell auch abgeklärt werden.

Mögliche Ursachen für Stress:

​ANGST 

  • schlechte Sozialisation und dadurch bedingte Überforderung mit der Umwelt

  • plötzliche Veränderungen

  • Unbekanntes

  • laute Umgebung

  • Hundeausstellungen, Massenaufläufe

  • Tierarztbesuch
     

PHYSISCHES 

  • Krankheit / Schmerz

  • Hunger / Durst

  • Kälte / Hitze

  • hypersexuelles Verhalten

AUSBILDUNG

  • Ausbildung

  • Überforderung

  • unmotivierte Strafen in der Ausbildung ( nicht zu verwechseln mit Korrekturen )

  • keine Regeln und Grenzen im Alltag zu haben

  • herumkommandiert zu werden ohne Konsequenzen

  • ständig sinnlose oder nicht durchführbare Befehle zu bekommen

  • zu lange oder nicht kontrollierbare Beute- und Rennspiele (positiver Stress)

HALTUNG

  • Vermenschlichung

  • Erwartungsunsicherheit, bedeutet ein sehr abwechslungsreicher Tagesablauf,

  • inkonsequentes Verhalten des Hundehalters

  • zu wenig Ruhephasen, weil ständig Besucher, kleine Kinder oder andere Tiere da sind und keine Rückzugsmöglichkeit besteht

  • zu große Gruppe von Hunden

  • Menschenmengen

  • Ortswechsel / Personenwechsel zu oft oder zu lange allein sein zu müssen
     

Anzeichen für Stress sind:

  • Hecheln

  • gehäuftes Auftreten von Calming Signals (gähnen, hinsetzen, über die Schnauze lecken, Kopf abwenden,  blinzeln, ....)

  • ratzen

  • eigenen Körper belecken

  • Haarausfall, Hautprobleme

  • erweiterte Pupillen, erhöhte Atemfrequenz

  • Unruhe, Hochspringen, hektische Bewegungen / angespannte Körperhaltung, verlangsamte Bewegungen bis hin zum Erstarren, Meideverhalten

  • Zittern

  • Verweigerung von Leckerbissen oder Futter / Spiel

  • spielerisches Schnappen
     

Gegenmaßnahmen

  • schwierige Situationen erkennen und entschärfen

  • wenn der Hund Stress ausgesetzt ist (z.B. durch einen Tierarztbesuch), dann an diesem Tag andere Stressoren (z.B. wildes Spiel, viele Leute, Besucher) vermeiden und dem Hund die folgenden Tage genug Ruhe gönnen, um den Stress wieder abzubauen.

  • ruhiges Hundetraining mit positiver Motivation, nicht zu lange und den Hund nicht überfordern

  • Stresssymptome erkennen und darauf reagieren

  • Verhaltenstherapie - systematische Desensibilisierung - Gegenkonditionierung

  • eigene Einstellung zu einer Situation überdenken und eventuell verändern

  • dem Hund Sicherheit vermitteln durch eigene positive Einstellung und Ruhe