Problemhunde

 

Wir bieten ein speziell abgestimmtes Einzeltraining für verhaltensauffällige Hunde an.

 

Aggression ist eine natürliche Verhaltensweise, die jeder Hund in sich hat, nur ob sie ausgelassen wird,
ist von verschiednen äußeren und inneren Faktoren abhängig.

 

Aggression wird gezeigt, um sich oder Ressourcen zu verteidigen, um sich und andere Rudelmitglieder und den Nachwuchs zu schützen, zur Verteidigung des Lebensraums und Reviers, zur Beschützung der inneren und äußerlichen Ordnung,
zur Klärung der Rangstellung im Rudel beim Spiel und im Ernstfall,
Beim Beuteverhalten - wie beim ausfindig machen, Jagen, Beute erlegen und Fressen

Aggression tritt immer als Antwort auf äußere Reize auf. Durch aktive Aggression soll erreicht werden, dass das bedrohliche Objekt bzw. Subjekt nicht näher kommt, oder seinen Abstand vergrößert.

Was für einen Hund beängstigend wirkt, muss nicht rational begründbar sein, sondern ergibt sich durch seine Erfahrungen beziehungsweise sehr oft aus fehlenden Erfahrungen. Hunde  haben oft Angst vor harmlosen Objekten. Hunde, die gegenüber Fremden aggressiv reagieren und ihr Revier verteidigen, sind meist nur ängstlich gegenüber fremden Menschen, weil sie nicht gut sozialisiert wurden, oder ihnen die Sicherheit durch konsequente Führung fehlt.

Durch Zucht, Sozialisation, und verschiedenste Erlebnisse ist die Reizschwelle jedes Hundes anders.
Während der eine Hund bereits beim Anblick eines anderen Hundes, beginnt zu knurren und zu bellen,
wird ein anderer nur Aggression zeigen, wenn der fremde Hund aktiv wird.
Irgendwann jedoch, ist jeder Hund bereit sich zu verteidigen, denn sonst wäre er nicht überlebensfähig.
Grundsätzlich wird jeder Hund unter bestimmten Umständen irgendwann Aggression zeigen.

Verteidigt sich ein Hund nicht und zeigt keine Aggression, wäre dies eine echte Verhaltensstörung.

Durch Krankheit bedingte Aggression ist extrem selten, sollte aber eventuell auch abgeklärt werden.

 

mögliche Ursachen für Stress:

Angst

schlechte Sozialisation und dadurch bedingte Überforderung mit der Umwelt

plötzliche Veränderungen

Unbekanntes

Laute Umgebung

Hundeausstellungen, Massenaufläufe

Tierarztbesuch

physisches

Krankheit / Schmerz

Hunger / Durst

Kälte / Hitze

Hypersexuelles Verhalten

Ausbildung

Überforderung

unmotivierte Strafen in der Ausbildung ( nicht zu verwechseln mit Korrekturen )

Keine Regeln und Grenzen im Alltag zu haben

herumkommandiert zu werden ohne Konsequenzen

ständig sinnlose oder nicht durchführbare Befehle zu bekommen

zu lange oder nicht kontrollierbare Beute- und Rennspiele (positiver Stress)

Haltung

Vermenschlichung

Erwartungsunsicherheit, bedeutet ein sehr abwechslungsreicher Tagesablauf, inkonsequentes Verhalten des Hundehalters

Zu wenig Ruhephasen, weil ständig Besucher, kleine Kinder oder andere Tiere da sind und keine Rückzugsmöglichkeit besteht

Zu große Gruppe von Hunden

Menschenmengen

Ortswechsel / Personenwechsel

Zu oft oder zu lange allein sein zu müssen

 

Anzeichen für Stress sind:

Hecheln

Gehäuftes Auftreten von Calming Signals (gähnen, hinsetzen, über die Schnauze lecken, Kopf abwenden,  blinzeln, ....) 

Kratzen 

Eigenen Körper belecken

Haarausfall, Hautprobleme

Erweiterte Pupillen, erhöhte Atemfrequenz

Unruhe, Hochspringen, hektische Bewegungen / angespannte Körperhaltung, verlangsamte Bewegungen bis hin zum Erstarren, Meideverhalten

Zittern

Verweigerung von Leckerbissen oder Futter / Spiel

Spielerisches Schnappen

 

Gegenmaßnahmen

schwierige Situationen erkennen und entschärfen

Wenn der Hund Stress ausgesetzt ist (z.B. durch einen Tierarztbesuch), dann an diesem Tag andere Stressoren (z.B. wildes Spiel, viele Leute, Besucher) vermeiden und dem Hund die folgenden Tage genug Ruhe gönnen, um den Stress wieder abzubauen.

ruhiges Training mit positiver Motivation, nicht zu lange und den Hund nicht überfordern

Stresssymptome erkennen und darauf reagieren

Verhaltenstherapie - systematische Desensibilisierung - Gegenkonditionierung

Eigene Einstellung zu einer Situation überdenken und eventuell verändern

dem Hund Sicherheit vermitteln durch eigene positive Einstellung und Ruhe.

 

 

Wesensanalyse

 

Stress

 

 

Wesensfestigung

 

 

Verhaltenstherapie

 

 

Prägungsspiele

 

 

Beutespiele

 

 

Sozialtraining

 

   
Trennungsängste bei Hunden

Die Hunde mit solchen Ängsten werden als sehr liebevolle, anhängliche Wesen beschrieben. Sie folgen ihrem Herrchen auf Schritt und Tritt und er bleibt nicht allein in einem Zimmer. Sein Schlafplatz ist im Schlafzimmer der Besitzer oder direkt im Bett. Versperrt ihm eine geschlossene Tür den Weg, beginnt er sofort an ihr zu kratzen und ihm wird die verschlossene Tür geöffnet. Zusammengefasst: Er möchte nicht einmal allein im Raum verweilen, obwohl jemand zu Hause ist und dies wird ihm auch gewährt. Die Besitzer freuen sich über die Anhänglichkeit, jedoch müssen sie einige Stunden außer Haus, gebärdet er sich wie ein Zerstörer.

Das alleingelassene Tier fühlt sich dann derart bedroht und ist extrem erregt. Bei manchen Hunden fängt dies eher harmlos an, da wird vielleicht zuerst ein Schuh zerkaut oder an Tischbeinen genagt.
Andere Tieren zerfetzen und zerstören die Wohnungseinrichtung, erleichtern sich und verunreinigen die Wohnung oder beginnen mit Selbstverstümmelung. Das innere Gleichgewicht gerät völlig aus den Fugen und das Tier versucht sich durch Ersatzhandlungen abzulenken. Bei instabilen Menschen kann man andere Ersatzhandlungen beobachten, wie zum Beispiel Alkohol- oder Nikotinmissbrauch oder Nägelkauen.

Den Hund für seine Schandtaten zu bestrafen, wäre ein Fehler. Es bleibt nur die Verhaltensstörung zu ändern, indem man ihn erzieht und natürlich auch das eigene Verhalten korrigiert. Bei der Erziehung ist natürlich der Wohnungszwinger hilfreich, hat er sich erst einmal daran gewöhnt, wird das Tier ihn als ein Platz der Ruhe und zum Schlafen nützen. Hierbei helfen Spielsachen und Leckerbissen und er kann auch dort gefüttert werden.

Es soll eine Gewöhnung an den Käfig erreicht werden und dazu wird er ermuntert. Sobald er eingeschlafen ist, wird zum ersten Mal der Käfig verschlossen. Wenn er sich dann tagsüber allein in dem Zwinger aufhält, wird seine Panik im Zaum gehalten, der Zerstörungswut wird ein Riegel vorgeschoben.

Gleichzeitig sollte der Besitzer sein Verhalten gegenüber seinem Hund ändern. Der Hund hat nicht mehr das Sagen, wenn es darum geht, dass er Zuwendung bekommt. Auch wenn die treuen Augen und das Nasestupsen noch so verführerisch sind, jedem Betteln um Aufmerksamkeit wird nicht nachgegangen, auch wenn er sich aufgeregt gebärdet. Die Streicheleinheiten kann der Hund jedoch weiter vom Herrchen bekommen, allerdings ausschließlich nur auf Initiative seines Herrn. Vor dem Ausgehen sollte auch nicht Abschied genommen werden, da sich ansonsten die Panik wieder verstärken kann.

 

Der Hund hat Angst vor Autofahrten

Viele Hunde lieben es im Auto ihres Besitzers mitzufahren, für andere ist es der Alptraum schlechthin. Sie werden unruhig, haben vermehrten Speichelfluss, sie jaulen, winseln oder erbrechen sich. Die Reaktionen des Tieres auf Autofahrten können sich allmählich steigern. Als erste Hilfe können spezielle Tabletten verabreicht werden, dies ist jedoch keine Dauerlösung. Die Symptome werden kurzfristig unterdrückt und der Hund hat nicht die Möglichkeit zu lernen.

Bevor der Hund ins Auto soll, muss er erst "Gassi gehen". Das Tier muss langsam Schritt für Schritt zuerst einmal an das stehende Auto gewöhnt werden. Damit das Tier nicht ausbüchst, sollte es angeleint bleiben.

Der Hund wird ermuntert einen Ball, den man ins Auto geworfen hat, zu apportieren oder er bekommt Futter und andere Spielsachen. Hat er eine Zeit in dem Auto verbracht, kann man zum nächsten Schritt übergehen, nämlich die Türen zu schließen und das Auto zu starten.

Dies sollte behutsam vor sich gehen, der Hund sollte mit Spielsachen etc. abgelenkt werden. Die Fahrt sollte nur kurz sein und er muss danach gelobt werden und sofort wieder ins Freie dürfen. Beginnt das Tier bei den folgenden Fahrten wieder auffälliges, unruhiges Verhalten zu zeigen, sollte die Aktion gestoppt werden. Dem Hund sollte aber keine Aufmerksamkeit aufgrund seines Verhaltens entgegen gebracht werden.

 

Angstbeißer

Solche Tiere fürchten sich vor Geräuschen, unbekannten Objekten und fremden Menschen. Bei Berührung reagieren sie übersensibel und beißen aus Furcht zu. Seinen Besitzer wird er nicht beißen, er wird ihm jedoch mit seinen Angstattacken ganz schön auf die Nerven gehen und sich zum Tyrannen entwickeln. Das Tier beißt, weil es keinen Ausweg für eine Flucht sieht, um der Gefahr zu entgehen. Die Tiere sind reine Nervenbündel, die schnell zuschnappen. Der Besitzer hat meist sehr viel Mitgefühl für seinen Schützling, jedoch gibt es keine Rechtfertigung für sein aggressives Verhalten und er sollte schnell umerzogen werden.

Die Grundursache ist hier die mangelnde Sozialisierung mit anderen Hunden und Menschen und hier entwickelnde nervöse Unzulänglichkeiten. Manche Rassen neigen zu solchem Verhalten, sie sind besonders ängstlich, wie zum Beispiel Yorkshire Terrier oder Cocker Spaniel. Die Behandlung sollte, wie bei anderen nervösen Störungen auch, sein, sie gegenüber der "vermeintlichen" Gefahr unempfindlich zu machen.