Das Wolfsprojekt

 

Mit Weihnachten 2007 kamen 2 Saarloos Wolfhound zu uns in die Pension. 
Sie kommen von einer Tierschutzorganisation mit dem ursprünglichen Ziel, sie zu vermitteln.

 

Wir arbeiten zur Zeit daran, das die zwei ein eigenes Wolfshaus für den Winter bekommen. 
Wenn jemand überzähliges Bau- und Installationsmaterial zu verschenken hat, holen wir das gerne ab. 

 

 

Der Rüde ist sehr vorsichtig, unsicher - ängstlich und vom Verhalten sehr wolfstypisch.
Er hat sicher schon einiges mitgemacht. Wir arbeiten mit ihm, das er leinenführig wird, was nicht einfach ist.
Er hat ein echtes Trauma beim Anleinen und es ist Fingerspitzengefühl gefragt. 
Sehr viel unterschiedliche Erfahrung ist bei ihm Voraussetzung.

 

 

Es ist hochinteressant, den Beiden zuzuschauen und ein sehr natürliches Verhalten zu erkennen.
Anders als bei unseren Haus und Sporthunden sind diese Kaniden dem Wolf sehr nahe. 

 

 

Die Hündin ist, der Rasse entsprechend, in ihrem Wesen sehr natürlich.
Sie ist wesensstark, dominant und ein wenig ignorant. 
Sucht aber auch immer wieder den Kontakt zum Menschen.
Sie braucht eine konsequente Führung, sonst hat man bei ihr keine Chance.

 

 

Um eine weitere Vermehrung zu verhindern wurde sie kastriert, bei ihm wäre es nicht so gut angekommen. 
Die Operation hat sie nun gut überstanden, und nachdem wir den Trichter und die Nähte entfernten, gab sie gleich wieder alles.
Andere Hündinnen, die als Konkurrentinnen erkannt werden, wird dennoch mit heftiger Aggression begegnet.

 

 

Nun, nach einigen Monaten, legt sich ihre Aggressivität. Nicht aber ihre Dominanz, die ist natürlich weiterhin präsent.

 

 

Nach über einem Jahr erfolgloser Vermittlung ( wir konnten es manchmal überhaupt nicht begreifen, was sich da für Menschen gemeldet haben ... ), bleiben die Beiden nun bei uns. Für einige Freunde von uns war das eh klar, nur nicht eben für uns selber.
Irgendwann sagte einmal ein weiser Mensch: Wir suchen uns die Hunde nicht aus, sie suchen uns aus.